Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur!

In der Tat waren bzw. sind die Weinbergs-Sonnenuhren Maßstab für die heiteren (Wein-)Stunden und das Fortschreiten des Tages. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren Sonnenuhren das Synonym für Uhren überhaupt, denn andere gab es nicht. Das Prinzip ist einfach: Parallel zur Erdachse wird ein Stab verankert, dessen Schattenwurf zeigt dann auf der Fläche darunter den Stand der Sonne, und damit Stunden oder Minuten an. Die Steillagen der Mosel, oft gen Süden ausgerichtet, boten ideale Voraussetzungen für Sonnenuhren. In den Zeiten bevor Taschen- oder gar Armbanduhren verfügbar waren, dienten sie den Weinbergsarbeitern als Zeitmesser. Viele von ihnen waren so markant, dass sie den Weinbergslagen ihren Namen gaben. Der Zusammenhang ist klar: Wo eine Sonnenuhr steht, gedeiht auch erstklassiger Wein, denn es handelt sich um eine sonnenverwöhnte Südlage.

So auch bei uns in Pommern, wo sich die einzige Sonnenuhr der Terrassenmosel befindet: Die Lage Pommerner Sonnenuhr ist ein weitläufiger Südhang mit bester Ausrichtung für die optimale Sonneneinstrahlung. Trotzdem ist die Lage sehr vielseitig, denn von der Bodenstruktur haben wir sowohl Schiefer-Steilstlagen als auch tiefgründig, lehmige Flachlagen im Mosel Schwemmgebiet. Neben unseren Rieslingen gedeihen hier auch unser Merlot und unser Gewürztraminer.

Quelle: DWI