Artenvielfalt im Weinberg

Letzte Woche ist uns in unserem Weinberg im Rosenberg ein Russischer Bär um die Nase geflattert. Der Nachtfalter ist auch unter dem Namen Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria) bekannt. 

Und weil das so schön war einen so lebendig-flatternden Frühlingsboten zu sehen, freuen wir uns umso mehr auf die anstehende Woche der Artenvielfalt an der Mosel vom 14. bis 22. Mai. Die Initiative Lebendige Moselweinberge des DLR Mosel hat hier einen tollen Rahmen geschaffen und informiert umfassend zum Thema Artenvielfalt in der Weinkulturlandschaft Mosel.

Zum Russischen Bär: Die schwarz-blauen Vorderflügel mit weißen oder gelblichen Streifen stehen im Kontrast zu den auffälligen orangenen, schwarz-blau gefleckten Hinterflügeln, die als Warntracht dienen. Sie erreichen eine Flügelspannweite von ca. 5 cm. Der Falter liebt felsige Täler und Hänge, Fluss- und Bachränder. Während der Flugzeit im Sommer ist er häufig in der Weinbaulandschaft zu beobachten und gilt als geschützt. Der recht große Nachtfalter ist eigentlich tagaktiv ist. Mit seinem gut ausgebildeten Rüssel saugt er den Nektar aus den Blüten entlang der Rebflächen. Gleichwohl wird er auch nachts munter - zur Paarung.

Weinberge sind Dauerkulturen: Biologische Vielfalt vs. Bewirtschaftung in dem Weinanbaugebiet Mosel – das ist Vergangenheit. Heute ziehen alle Akteure des Raumes an einem Strang. Das Ziel der „Initiative Lebendige Moselweinberge“ ist die Steigerung der Biodiversität. Sowohl die Reben selbst, als auch das gesamte Ökosystem Weinberg werden in den Fokus des Handelns gerückt. Ein Forum vernetzt die Akteure und bündelt alle Maßnahmen und Aktivitäten. Ideen- und Maßnahmenbörse mit qualifizierter Beratung unterstützen die Umsetzung. Dadurch entsteht mehr Effizienz im Interesse und zum Wohl des besonderen Lebensraumes Weinberg mit seiner biologischen Vielfalt.

Quelle: Lebendige Moselweinberge, www.lebendige-moselweinberge.de 

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